ICA, Legende und Geschichte
Die starken Winde, die Sandstürme verursachen,
sind bekannt als Paracas und schufen rinzigartige Dünen.
Sie bedecken die Pampas von Ica mit Sand und verbergen die Geheimnisse
der alten regionalen Kulturen. Trotz des Wassermangels in dieser
Gegend, haben die Bewohner Icas ein bewundernswertes Niveau
an landwirtschaftlicher Entwicklung erreicht. Dies war möglich
dank eines komplexen Kanal- und Bewässerungssystems mit
Wasser aus dem Untergrund.
Spuren der ersten Bewohner dieser Region gehen mindestens
5000 Jahre zurück. Zeugnisse dieser Zeit wurden auf der
Halbinsel Paracas gefunden. Ica war das Zentrum verschiedener
wichtiger Kulturen wie die Kultur Paracas (600 vor Christus
bis 400 nach Christus) und die Kultur Nazca (200 vor Christus
bis 800 nach Christus). Die Paracas waren berühmt für
ihre fortschrittliche Medizin; so waren sie zum Beispiel erfolgreich
bei Schädeloperationen und Schädeldeformationen.
Weiters waren sie Meister des Knüpfens und Webens
sie stellten eine Reihe von wunderschönen, farbenfrohen
Teppichen und Textilien aus Wolle und Baumwolle mit verschiedenen
Mustern her, die heute noch bewundert werden können.
Später konstruierten die Nazcas Aquadukte in den Pampas,
die auch jetzt noch zur Bewässerung der Felder benutzt
werden. Hier findet man äusserst beeindruckende archäologische
Zeugnisse wie zum Beispiel die Scharrbilder von Nazca.
Während der Regierung des Inca Pachacutec wurde diese
Region Teil des Tahuantinsuyo. Pachacutec liess ein wichtiges
administratives und kulturelles Zentrum bauen, bekannt als
Tacaraca, welches auch als Wohnsitz des lokalen Führers
Aranvilca diente.
Nach der spanischen Eroberung wurde diese Region anfangs
in zwei reiche Encomiendas (Ländereien, die durch königliches
Dekret an Spanier vergeben wurden) geteilt: Hanan Ica und
Urin Ica. Später, 1563, beauftragte der Vizekönig
Luis Jeronimo de Cabrera die Stadt Villa de Valverde zu gründen,
welche 1640 in Ica umbenannt wurde. Die ursprüngliche
Stadt befand sich an einem Ort, der aufgrund eine starken
Erdbebens verlassen werden musste.
Die Stadt Ica hatte von Anfang an landwirtschaftliche Bedeutung
und ist Schlüsselpunkt für den Handel im Süden
Perus. Im 19. Jahrhundert gewannen die Inseln von Chincha
grosse Bedeutung aufgrund ihres Guanovorrates (Dünger
aus Vogelmist). Der Abbau des Guano verhalf der Republik zu
Wohlhaben in jener Zeit. Auch der Baumwollanbau in dieser
Region gewann an Bedeutung. Für die Wirtschaft dieser
Region.
Heute werden in der Region Ica hauptsächlich Wein, Baumwolle,
Nüsse und verschiedenste Früchte angebaut.
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