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Seen
und lagunen in Peru
Die Geographie von Peru spiegelt sich in ihren unzähligen
Seen und Lagunen wider, in denen je nach den Bedingungen der
Umwelt die Gewässer ruhen und ihren eigenen charakteristischen
Reiz besitzen.
Die zwischen den Anden liegenden Seen sind tektonischen Ursprungs
oder stammen von den Gletschern. Ein wunderschöner tektonischer
See ist der Titicaca See, der vor sehr langer Zeit zusammen
mit den Seen Arapa und Yapupampa einmal ein enormes "Meer"
bildete. Das Leben findet rund um viele tektonische Seen statt.
Die Lagune Parinacochas im Departement Ayacucho ist wegen
der dort lebenden wunderschönen Flamingos auch als Laguna
de Pariguanas bekannt. In Junín kann man die Paca Lagune
und den Junín See in der Nähe der Stadt mit ihrer
Geschichte bewundern. Die Gletscher-Lagunen sind kalt und
kristallklar und werden nur von natürlichen Deichen gehalten.
Jedoch die schönste Lagune ist die türkisfarbige
Llanganuco Lagune im Departement Ancash, die zwei eindrucksvolle
Gletscher von einander trennt: den Huascarán und den
Huandoy.
Die Lagunen im Amazonas Gebiet sind wegen der grossen Anzahl
darin enthaltener Lebewesen und den warmen Temperaturen dunkel.
Sie haben sich durch die alten Flussläufe gebildet und
füllen sich mit Regenwasser. Der grösste See ist
der Rimachi See von überraschender Schönheit, in
dem es schwimmende Inseln gibt, die manchmal nur Baumstämme
sind und ihren Standort während des Tages verändern.
Der einzige tektonische See im Urwald ist der Sauce See im
Departement San Martin, der als sein Wasserstand sank fruchtbare
Erde für den lokalen Ackerbau freigab.
Die peruanischen Gewässer dienen auch medizinischen
Zwecken. Die sieben Huaringas Lagunen (in Quechua heilige
Seen) wurden bereits in der vorspanischen Zeit für magische
und heilende Zwecke benutzt, die die Bevölkerung ihnen
zuschreibt, denn ganz Peru wurde mit thermo-mineralischen
Quellen gesegnet, die von der gläubigen Bevölkerung
besucht werden. Die bekanntesten Thermalbäder sind die
Baños del Inka in Cajamarca, deren Wasser eine Temperatur
von bis zu 74° C erreicht, obwohl die heissesten Quellen
sich in Tacna befinden. Und um keinen Zweifel über die
98° C aufkommen zu lassen, die das Wasser dort hat, nennt
die Bevölkerung diese Quellen Caliente (heiss).
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